Bei kaltem aber trockenem Wetter zogen wir zu Dritt los, um die Nistkastenstatistik zu erfassen. Unser Auswertungsgebiet erstreckte sich rund um den Sternensee. Dieses Jahr nisteten vor allem Feldsperlinge, Haussperlinge und Meisen in diesem Gebiet. Diese Nistkästen erkennt man am frontal angebrachten Einflugloch. Die Nester der Sperlinge sind mit Federn geschmückt, diejenigen der Meisen mit Moos gepolstert. Nicht alle Jungvögel schaffen den Einstieg ins Flugleben…

Einige Kästen sind mit seitlichen Schlupflöchern ausgestattet. Diese sind für Kleiber oder Baumläufer gedacht. Der Kleiber ist übrigens der einzige Vogel Europas, der mit dem Kopf voran an Baumstämmen nach unten klettern kann. Dieses Jahr findet sich jedoch kein Nest dieser Arten in unserem Rayon. Dafür benutzten einige Haselmäuse oder Siebenschläfer die Nistkästen als Herbst-/Winterquartier oder Vorratskammern. In einem Nistkasten fanden wir Wabenresten der Hornisse.